Tipps für eine gute Facebook-Seite

Facebook Seiten Tipps

Beim täglichen Streifzug durch das größte soziale Netzwerk der Welt stoße ich immer wieder auf Seiten, denen es so ziemlich an allem fehlt, was eine gute Facebook-Seite ausmacht. Dabei sind es oft nur wenige, kleine Handgriffe, die eine Seite um einiges professioneller und schöner erscheinen lassen. Wer mit seinem Auftritt bei Facebook Erfolg erzielen will ohne nur "viralen Mist" zu posten, sollte zunächst Wert darauf legen, einige Grundregeln einzuhalten. Dieser Artikel widmet sich einer Auflistung von zentralen Punkten, die helfen werden, mit dem eigenen Social-Media-Aufritt durchzustarten.

1. Wie erstelle ich eine Facebook-Seite?

Für den normalen Nutzer ist diese Frage nur in Ausnahmefällen relevant und so passiert es, dass der Link für die Erstellung einer eigenen Facebook-Präsenz im Wirrwarr der Newsfeed-Links durchrutschen kann. Deswegen hier in aller Ruhe zum anklicken, bookmarken oder was auch immer: der Link zum Erstellen einer eigenen Seite auf Facebook. Nun findet sich die Auswahl zwischen 6 verschiedenen Kategorien. Auch wenn ich aus Erfahrung weiß, dass die Einordnung in ein sehr grobes Raster oft schwer fällt, sollte sich hier auf jedenfall die Zeit genommen werden, alles richtig und mit Bedacht auszufüllen. Facebook lässt bei den meisten Optionen zwar Änderungen zu, aber eine Seite kann auch dazu dienen, die eigene Idee nochmal zu reflektieren. Was will ich anbieten? Wieso sollen die Leute meine Seite liken? Warum nutze ich Facebook? Das sind alles Fragen, denen sich kritisch gestellt werden sollte, denn nichts ist schlimmer als eine Facebook-Seite, die keine Inhalte bringt und nur um des Facebook-willens erstellt worden ist.

Auf den folgenden Seiten werden Fragen rund um das Unternehmen gestellt wie z.B. eine Beschreibung oder weitere Kategorien. Auch hier gilt: Reflexion ist sehr wichtig, denn die potentiellen Kunden sollen ja zur neuen eigenen Seite finden und das funktioniert nur über die richtigen Schlagwörter und Beschreibungen. SEO und Keywordanalyse lassen grüßen.

2. Bilder sprechen lassen

Eine Seite ist schnell erstellt und das verlockt wohl auch viele dazu, "mal schnell ein Profilbild und ein Coverbild hochzuladen". Hierbei sollte sich aber immer vor Augen geführt werden, dass diese beiden Bilder das Gesicht der Seite sind. Um zu vermeiden, dass Facebook komische Sachen mit den eigenen Bildern macht, sollten die vorgegebenen Maße beachtet werden. Ein Profilbild ist immer quadratisch mit einer Mindest-Pixelbreite von 180 Pixeln. Beim Coverbild wird die ganze Sache etwas komplizierter. Zum einen müssen die Maße 851 Pixel Breite mal 315 Pixel Höhe eingehalten werden. Zum anderen ist es wichtig, zu bedenken, dass auf dem Coverbild noch ein Text gelegt wird und zwar direkt neben dem Profilfoto. Mit anderen Worten sollte an dieser Stelle auf dem Coverbild kein Text enthalten sein. Damit fallen am unteren Bildrand wohl etwa 104 Pixel (je nach Namens- und Kategorienlänge) in der Höhe neben dem Profilbild weg. Wer gerade bei Facebook eingeloggt ist, sieht am unteren Bildrand zudem verschiedene Buttons (Like, Nachricht, etc.) über die gesamte Breite. Generell gilt also zu beachten: Das untere Drittel des Coverfotos von Inhalten freihalten für die Einblendung von Profilfoto, Namen und Kategorie der Seite sowie Facebook-Buttons!

Übrigens: Wer das Coverbild gleich mit weniger als 100kb Dateigröße erstellt, hat die Chance, dass Facebook daraus keinen Bildermatsch macht, sondern es so lässt, wie hochgeladen.

Facebook Seite Ansicht WSB Werbeagentur

3. Impressum

Darauf hatten viele Social Media Marketer in Deutschland gewartet: Seit März 2014 ist es nun möglich, ein Impressum bei Facebook-Seiten einzubauen. Das mag jetzt nicht unbedingt neue Fans locken, aber gibt Rechtssicherheit und schützt vor den allseits bekannten Abmahnwellen. Der Einbau ist auch denkbar einfach: Auf die eigene Seite gehen, auf "Einstellungen" in der oberen Leiste klicken, den Punkt "Seiteninfo" auswählen und das "Impressum" bearbeiten.

Impressum bei Facebook

4. Einstellungen beachten

Und wenn wir schon einmal in den Einstellungen sind, dann ist nur zu empfehlen, alle Punkte Schritt für Schritt durchzugehen und entsprechende Optionen vorzunehmen. Neben den Informationen, die wichtig für die Kunden sind (Öffnungszeiten, Kategorien etc.) lassen sich hier auch weitere Administratoren (Punkt "Rollen für die Seite") festlegen.

Eine wichtige Option ist sicher auch das Freischalten/Sperren von Kommentaren auf der Seite. Natürlich ist es das Hauptziel von sozialen Netzwerken, in Interaktion mit anderen Nutzern zu kommen, aber manchmal gibt es eben Gründe, die einen dazu bringen, die Kommentarspalte zu sperren. Das lässt sich ganz einfach über den Punkt "Allgemein" und dann bei "Beitragsoptionen" einstellen. Auch die Veröffentlichung der Seite lässt sich hier steuern. Soll eine Seite für Facebook-Nutzer nicht sichtbar sein, weil zum Beispiel noch keine Freigabe durch den Kunden erteilt wurde, dann beim ersten Punkt unter "Allgemein" entsprechende Einstellung vornehmen und schon sieht man die Seite nur als Administrator.

5. Autoren vorstellen

Wer redet gerne mit einer schwarzen Wand? Sicher niemand. Also sollte die Möglichkeit der ausführlichen Beschreibung genutzt werden, um die Autoren vorzustellen. Wenn geplant ist, mit Kürzeln zu posten (also etwa "Hallo, ich bin ein Post. - nk"), lassen sich diese hier auch gleich noch erklären. Besonders gut finde ich auch, wenn eine E-Mail-Adresse für weiteren Kontakt angegeben wird. Es kommt bei kleineren Seiten sicher kaum bis gar nicht vor, dass Nutzer die Autoren kontaktieren, aber man sollte zumindest die Möglichkeit schaffen.

6. Reiter bearbeiten und weitere Seiten anlegen

Facebook-Tabs abseits der Klassiker "Infos" oder "Fotos" finden sich auf jeder guten Facebook-Seiten. Über die App "Static HTML Iframe" von Woobox lassen sich beispielsweise einfach kleine HTML-Seiten als Tabs integrieren. Doch auch andere Apps wie z.B. die Bandcamp-App für Bands bieten vielseitige Möglichkeiten, den Nutzer von Facebook abzuholen und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Um ein neues Tab hinzuzufügen muss nur über "Apps" (links in der Sidebar unter den Seiten, Gruppen etc.) gegangen, die passende App herausgesucht und für die jeweilige Seite installiert werden. Wer sich hier nicht rantraut, sollte unbedingt jemanden kontaktieren, der sich mit der Materie auskennt. Einige Apps benötigen etwas Hintergrundwissen und sollten nicht auf die Seite gestellt werden, nur damit sie dann da stehen.

Übrigens: Die Reihenfolge im Reiter für die Nutzer auf der Facebook-Seite lässt sich auch ganz leicht ändern. Ein Klick auf "Mehr" neben den Reitern und dann auf "Reiter verwalten" führt zur gewünschten Einstellungsseite.

7. Erstes Publikum durch Werbeanzeigen gewinnen

Die Seite dürfte nun erstmal weitestgehend gut aufgestellt sein. Facebook macht aber immer erst so richtig Spaß, wenn viele Leute auf einen aufmerksam werden. Durch diverse Umstellungen hat Facebook ein kluges Werbesystem entwickelt, das viele natürlich verärgert, aber eigentlich sehr effektiv arbeitet. So lässt sich über die Option "Seite hervorheben" bereits eine gute Basis an Fans aufbauen. Man zahlt hier dafür, dass die Seite öfter im Newsfeed der Nutzer angezeigt wird (und dabei lässt sich auch noch sehr gut bestimmen, welche Zielgruppen die Seite angezeigt bekommen) und erlebt bei richtigen Einstellungen ein stetiges Wachstum der Fans. Mehr Fans bedeutet mehr Interaktion bedeutet mehr Aufmerksamkeit. Daher ist es nur zu empfehlen, ein paar Euro in die Hand zu nehmen und mit den Werkzeugen von Facebook herumzuexperimentieren. Der Betrag muss nicht riesengroß sein, denn schon mit einem kleinen Budget lassen sich hier sehr gute Ergebnisse erzielen.

Die Liste ist sicher nicht vollständig, denn Facebook bietet sehr viele Einstellungsmöglichkeiten und bringt ständig neue Dinge ins System, die es Seitenbetreibern erleichtern sollen, über Facebook ihre Kundschaft zu erreichen. Meine Liste ist also eher als ein Ansporn zu verstehen, die Einstellungen rund um eine Facebook-Seite nicht leichtfertig vorzunehmen. Eine gute Seite hat mehr als ein gutes Profilbild!

Habe ich was vergessen? Ich freue mich über Kommentare, Anregungen und neue Ideen in der Kommentarspalte!